Kolumne "Granges Politiques" vom 28. März 2017

Helfen Sie mit die Zukunft mitzugestalten Vor rund zwei Wochen haben wir gespannt die Ergebnisse der Kantonsratswahlen entgegen genommen. Es ist sehr erfreulich, dass in den nächsten vier Jahren neu sechs statt wie vorher vier Kantonsrätinnen und -Kantonsräte aus Grenchen die Anliegen unserer Stadt in den Kantonsrat einbringen können. An dieser Stelle herzlichen Dank für das mir entgegenbrachte Vertrauen! Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist die tiefe Stimmbeteiligung in unserer Stadt. Klar, diese ist schon seit einigen Jahren jeweils tiefer als anderswo. Persönlich halte ich auch gar nichts von den «guten alten Zeiten», als noch Stimmzwang herrschte und die Menschen, die ihren Wahlzettel noch nicht abgegeben hatten, bei sich zu Hause abgeholt wurden und regelrecht an die Wahlurnen gezerrt wurden.

Helfen Sie mit die Zukunft mitzugestalten

 

Vor rund zwei Wochen haben wir gespannt die Ergebnisse der Kantonsratswahlen entgegen genommen. Es ist sehr erfreulich, dass in den nächsten vier Jahren neu sechs statt wie vorher vier Kantonsrätinnen und -Kantonsräte aus Grenchen die Anliegen unserer Stadt in den Kantonsrat einbringen können. An dieser Stelle herzlichen Dank für das mir entgegenbrachte Vertrauen! Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist die tiefe Stimmbeteiligung in unserer Stadt. Klar, diese ist schon seit einigen Jahren jeweils tiefer als anderswo. Persönlich halte ich auch gar nichts von den «guten alten Zeiten», als noch Stimmzwang herrschte und die Menschen, die ihren Wahlzettel noch nicht abgegeben hatten, bei sich zu Hause abgeholt wurden und regelrecht an die Wahlurnen gezerrt wurden.

 

Jede und jeder der 73% der Grenchner Stimmberechtigten, die nicht wählen gingen, mag andere Gründe gehabt haben, nicht vom Stimmrecht Gebrauch gemacht zu haben. Manche interessieren sich einfach nicht für politische Entwicklungen, andere haben den Eindruck, es werde sowieso nie entschieden, wie sie es gerne hätten. Von vielen höre ich aber auch, dass sie unsicher sind, wie sie die Unterlagen ausfüllen müssen und darum lieber nicht wählen gehen anstatt einen Fehler zu machen. Da sollte sich die Gemeinde wirklich überlegen, Infoveranstaltungen durchzuführen, um die Leute über unser politisches System aufzuklären. Auch reicht es wohl nicht, was wir aus unseren Schulzeiten über Staatskunde fürs Leben mitkriegen. Jede und jeder sollte doch lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden und mitdiskutieren zu können.

 

In unserer Stadt wohnen und leben neben den nicht Politikinteressierten und Politverdrossenen auch viele Menschen, die keinen roten Schweizerpass besitzen. Viele von ihnen haben hier die Schule besucht und leben und arbeiten schon seit Jahrzehnten in Grenchen. Diese durften bisher nicht mitentscheiden! Es ist an der Zeit, darüber zu diskutieren, wie wir diese Menschen an unserem politischen System teilhaben lassen, wie sie eine Stimme erhalten und ob ihnen auf kommunaler Ebene das Stimm- und Wahlrecht gewährt werden kann. Wer hier Steuern zahlt und hier zu Hause ist, soll sich auch auf Gemeindeebene politisch einbringen dürfen.

 

Am 21. Mai finden die Gemeinderatswahlen statt. Neben vielen anderen Kandidierenden stellen sich Ihnen auf der Liste Nr. 1 zwölf Personen der sozialdemokratischen Partei und ein Grüner zur Wahl. Wir sind dauernd in Kontakt mit den Menschen, die in unserer Stadt leben. Wir werden in den nächsten Monaten aber noch aktiver als sonst auf unsere Bevölkerung zugehen. Sie haben an verschiedenen Orte die Gelegenheit, unsere Kandidierenden kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Packen Sie die Chance und beteiligen Sie sich am Diskutieren, wie wir unsere Stadt (noch) lebenswerter machen können! Ich freue mich auf viele interessante Begegnungen und Ideen.

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